Bildungsnews der GEW

Kodex-Check der GEW nimmt Beschäftigungsbedingungen unter die Lupe

"An welcher Hochschule möchtest Du arbeiten?" An der TU Chemnitz, wo rund 88 Prozent der hauptberuflichen Mitarbeiter befristet beschäftigt sind? Oder an der TU Dresden, wo es "nur" 74 Prozent sind? Einen Überblick über die Personalpolitik an 82 deutschen Hochschulen gibt die seit Mittwochvormittag freigeschaltete Webseite kodex-check.de der GEW. Es ist die erste Übersicht, die gezielt die Beschäftigungsbedingungen aller 82 staatlichen Universitäten mit Promotionsrecht unter die Lupe nimmt.

Arbeits- und Gesundheitsschutz für Schulleitungen

Der Kölner Arbeitsrechtler Ulrich Faber hat Lehrkräfte aus Schulleitungen in Neumünster Anfang März über das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz aufgeklärt. Er stellte die Akteure des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in den von den entsprechenden Gesetzen vorgesehenen Zusammenhang und erklärte ihr Zusammenwirken. Zudem betonte er, dass eine Zusammenarbeit zwischen Schulleitungen und Personalvertretungen unerlässlich sei.

Wohlfahrtsstaat statt Neoliberalismus

Der Politologe Tobias Kaphegyi hat bei der GEW Schleswig-Holstein in Neumünster seine Studie "Bildungsfinanzierung. Weiter denken: Wachstum, Inklusion und Demokratie" präsentiert. Er erklärt in der für die Initiative "Bildung. Weiter denken!" entstandenen Analyse den Zusammenhang zwischen der Wirtschafts- und Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehnte, der Bildungsfinanzierung und der gesellschaftlichen Entwicklung.

Der ausgelieferte Beamte

In ihrer Gesamtheit stellen Beamte die Achse des modernen bürokratischen Staates dar, um die sich alles dreht. Man erwartet von ihnen Loyalität, Pflichtbewusstsein, Gerechtigkeit und Sachkompetenz. Dennoch ist das Image der Beamten vielfach nicht gut. Leicht übersehen wird dabei ihr formelles und informelles Ausgeliefertsein gegenüber ihrer Institution und mittelbar auch gegenüber der Politik.

read.me: BAföG-Bericht kritisiert Leben am Existenzminimum

Zum Sommersemester 2017 thematisiert die GEW-Studierendenzeitung, dass das BAföG trotz der 2016 erfolgten Anpassung den steigenden Lebenshaltungskosten hinterher hinkt: echte Chancengleichheit kann das BAföG in dieser Form nicht verwirklichen. Die Finanzierung der Hochschulen hält nicht mit den steigenden Studierendenzahlen Schritt. Darüber hinaus nehmen Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen zu aktuellen hochschulpolitischen Themen Stellung.