Bildungsnews der GEW

"Berlin Rebel High School": Auffangbecken für Outcasts

Vielleicht ist es eine der intensivsten Sequenzen in diesem Film: Alex und Marvin fahren in "Berlin Rebel High School" (D, 2016, R: Alexander Kleider) zusammen in ihre Heimatorte und besuchen ihre früheren Schulen. Jene Schulen, an denen sie gescheitert sind. Genauer: die letzte einer ganzen Latte von Schulen. Alex hat es hier nur ein paar Stunden ausgehalten. Es reichte, dass ätzende Mitschüler den sanften Jungen mit den blonden langen Locken kurzerhand "Wolfgang Petry" nannten. Ausgerechnet so, wie den verhassten Sänger, dessen Musik zu Hause immer lief.

"Der Stammtisch ist überall"

Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus (AGR) will bis zur Bundestagswahl im September 10.000 Bürgerinnen und Bürger stark machen gegen rechte Parolen. Rund 2.600 Frauen und Männer wurden schon geschult, 61 weitere Seminare sind – von Gewerkschaften, Kirchen, Jugendclubs oder Parteien – bereits gebucht. Mit der Alternative für Deutschland (AfD) würde die Hetze gegen Ausländer und Muslime salonfähig, befürchtet das Bündnis.

Unterrichtsmaterial zum Thema Rente

Sozialverbände und Gewerkschaften weisen seit Längerem auf die zunehmende Altersarmut hin: Immer mehr Rentnerinnen und Rentner sind auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen. Älteren Menschen fehlt zudem in der Regel jede Perspektive, um aus dieser Situation wieder herauszukommen. Expertinnen und Experten befürchten, dass sich das Problem noch verschärfen könnte, weil die Altersarmut das Ergebnis einer politischen Weichenstellung sei. Von allen Parteien, aber auch von zivilgesellschaftlichen Gruppen werden nun Vorschläge zur Reform der Rentenversicherung gemacht.

Ausgleich zwischen Arm und Reich

Der Staat könnte nach Ansicht des Politologen Tobias Kaphegyi mehr Geld für Bildung, den sozialen Zusammenhalt und eine bessere Infrastruktur ausgeben. "Ein sozial-ökologischer Wandel muss über einen handlungsfähigen Staat eingeleitet werden und ist finanzierbar", schreibt Kaphegyi.

„Niemand soll die Schule ohne Abschluss verlassen.“

350 Schülerinnen und Schüler besuchen die Realschule plus. „Wir begleiten die Kinder ein Schulleben lang,“, sagt der pädagogische Koordinator, Michael Zimmer. „Dadurch kennen wir die Eltern und die familiären Verhältnisse.“ Das erleichtere manches. Neben der Berufsreife nach der 9. und dem qualifizierten Sekundarabschluss nach der 10. Jahrgangsstufe kann seit 2011 die Fachhochschulreife nach der 12. Jahrgangsulftufe erworben werden.

Mehr Personal und Bedingungen? Mehr Geld für Bildung!

Als der ICE 1634 in den Hauptbahnhof Erfurt einfährt, steht die Sonne schon hoch über der Stadt. Die Vorsitzende der GEW, Marlis Tepe, packt die Unterlagen zusammen, schnappt ihre schwarze Tasche und tritt hinaus auf den Bahnhofsplatz. Die Cafés haben ihre Stühle herausgestellt. Geschirr klappert, das Lachen der Gäste schallt über den Platz. Doch Tepe weiß: Die Erfurter Idylle trügt. Zumindest in Sachen Bildung gibt es einiges zu tun im Bundesland Thüringen. Es fehlen Lehrerinnen und Lehrer, es hakt an der Besoldung, viele Schulbauten sind sanierungsbedürftig.

Wirtschaftsmythen contra Fakten - Teil 4

Der Steuervirus schien verbannt aus Deutschland, doch nun ist er zurück. Es sei "möglich und notwendig", die Steuern zu senken, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die nächste Bundesregierung müsse "sowohl an die Lohn- und Einkommensteuer als auch an die Unternehmenssteuern ran". US-Präsident Donald Trump und die britische Regierungschefin Theresa May mit ihren aggressiven Steuersenkungsplänen lassen grüßen.

Integrationskongress: Beschäftigungsbedingungen der Fachkräfte verbessern

Die Verdienstmöglichkeiten für die Leitungen der Deutschkurse an den von den Kommunen finanzierten Volkshochschulen sind nach Ansicht der GEW "katastrophal". Dort werden Stundensätze zwischen 20 und 23 Euro gezahlt, was einem monatlichen Nettoeinkommen von kaum 1.000 Euro entspricht. "Das sind Einkommen, die knapp über dem Existenzminimum liegen.

Mindestlohn für pädagogisches Personal in der Weiterbildung steigt ab 2018

Pädagoginnen und Pädagogen in der beruflichen Weiterbildung bekommen ab 1. Januar 2018 einen Stundenlohn von 15,26 Euro. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich nach sieben Monaten harter Verhandlungen auf eine Erhöhung von 4,5 Prozent geeinigt. Unterm Strich bedeutet das für die Angestellten 2.587,67 Euro brutto pro Monat bei einer 39- beziehungsweise 2.654,02 Euro bei einer 40-Stunden-Woche.