Bildungsnews der GEW

Kodizes für gute Arbeit in der Wissenschaft

Vor fünf Jahren hat die Bildungsgewerkschaft GEW den Herrschinger Kodex "Gute Arbeit in der Wissenschaft" vorgelegt. Der bestechende Grundgedanke: Nicht nur Bund und Länder, sondern jede einzelne Hochschule und jede Forschungseinrichtung haben eine Verantwortung für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft.

Bildung im Slum von Nairobi

Kenias Regierung hat zwar 2003 eine kostenfreie Primarbildung eingeführt und die Einschulungsquote um 40 Prozent erhöht. Doch der Staat federte den Ansturm von 1,7 Millionen neuen Schülern nicht mit Investitionen ab. Es fehlt an Gebäuden, Toiletten, Büchern, Lehrkräften, vor allem an ausgebildeten. Die Unterfinanzierung des staatlichen Schulsystems führt immer wieder zu Streiks. "Pädagogen werden miserabel bezahlt, manchmal überweist der Staat monatelang gar kein Geld", sagt Tilo Braune von der Krämer Stiftung, die sich seit 2005 für Schulen in Afrika engagiert.

Friedlich forschen

Die sogenannte Zivilklausel-Bewegung hat festgestellt, dass es immer mehr Forschungsfragen mit militärischem Hintergrund gibt und fordert eine "friedliche", sich bewusst dem "Militärischen" verweigernde Hochschule. Die Bewegung versucht zu verhindern, dass Studierende, ohne Wissen und Möglichkeit sich zu wehren, an Militär und Rüstung herangeführt werden. Sie verlangt zudem Transparenz über Herkunft und Verwendung der Mittel für Forschung und Lehre und will Einblick in deren Ziele haben.

Beamtenstreikrecht: Warten auf Karlsruhe

Die GEW fordert gemeinsam mit dem DGB die vollen Koalitionsrechte – und damit das Streikrecht – auch für Beamtinnen und Beamte. Das ist Teil der gewerkschaftlichen Grundüberzeugungen. Die Gewerkschaften gehen – wie das Völkerrecht und das internationale Arbeitsrecht – davon aus, dass es ein Menschenrecht auf Kollektivverhandlungen zur fairen Aushandlung der Arbeitsbedingungen gibt. Seit vielen Jahren schon wird die Bundesrepublik von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen des "Beamtenstreikverbots" gerügt.

In Bayern ticken die bildungspolitischen Uhren anders

Sommertour in Bayern: Zusammen mit dem GEW-Landesvorsitzenden Anton Salzbrunn und dem GEW-Schulexperten Bernhard Baudler hat sich die Bundesvorsitzende Marlis Tepe Mitte Juli den Fragen von Journalisten gestellt. Nach dem Besuch einer Sitzung des DGB-Bezirksvorstands standen Pressetermine bei der "Süddeutschen Zeitung", dem Bayerischen Rundfunk und dem Lokalsender Radio Lora auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Fragen, die alle umtrieb: Was tun gegen den Lehrkräftemangel? Löst eine andere Lehrer_innenbildung das Problem - oder brauchen wir mehr Geld für Bildung?

Streikrecht für Beamte!

Brauchen wir wirklich das Streikrecht für Beamtinnen und Beamte? Diese Frage wurde mir in jüngster Zeit öfter gestellt. In ihr schwingen Sorgen mit, die ernst genommen werden müssen. Die Forderung nach dem Streikrecht für Beamte ist keine Funktionärsdebatte, wie häufig von Kritikern der GEW behauptet. Nein, die verbeamteten GEW-Mitglieder selbst setzen sich für ihre Arbeitnehmerrechte ein.

Wirtschaftsmythen contra Fakten - Teil 6

Der Verzicht auf neue Schulden sei "der beste Beitrag zur Generationengerechtigkeit, den wir für die Jungen, die Kinder und die Enkel leisten können", verkündet Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Schwarze Null ist ein historischer Erfolg", jubelt die Union. Wie in kaum einem anderen Staat wird in Deutschland dem ausgeglichenen Haushalt gehuldigt. Die Schwarze Null dient als Mythos, um unnötige und schädliche Kürzungen zu rechtfertigen. Der Berliner Wirtschaftsprofessor Sebastian Dullien drückt das so aus: "Schäubles Schwarze Null hat null Sinn."

Da steckt Musik drin

Über den Pausenhof schallen laute Rhythmen und Bässe. Etwa 450 Schüler und Schülerinnen der Grund- und Gemeinschaftsschule strömen aus den verschiedenen Gebäuden nach draußen und fangen an zu tanzen. Eine kleine Gruppe älterer Schülerinnen gibt die Choreographie vor, alle anderen versuchen mitzutanzen, manche bewegen sich begeistert mit, andere schauen noch etwas unbeholfen zu.

Steigende Anforderungen an BAMF-Lehrkräfte

Die Anforderungen an die Lehrkräfte in den Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben sich in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. "Die Fluktuation in den Kursen hat zugenommen, Wohnungswechsel finden häufiger statt", sagt Christel Griepenburg vom Internationalen Bund (IB) in Frankfurt/Main. Die Jobcenter drängten darauf, dass geflüchtete Menschen schnell einen Job annähmen, auch an einem anderen Ort. Zudem seien zahlreiche Migrantinnen und Migranten traumatisiert: "Die Unruhe in den Kursen ist gestiegen."

Politische Bildung für Flüchtlinge

Der Journalist und Trainer Chadi Bahouth hat für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ein Seminar zur demokratischen Bildung für Flüchtlinge mitentwickelt. In dem zweitägigen Seminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Grundgesetz und seine Bedeutung in Alltagssituationen, das politische System sowie Partizipationsmöglichkeiten kennen. Das Besondere: Es findet auf Arabisch statt.