Bildungsnews der GEW

Gegenwehr im Netz

Eine fiktive Stellenanzeige auf Facebook: „Gesucht werden treue deutsche Kameraden für das Wiederaufmachen von Buchenwald.“ Es folgt ein Hinweis auf Lohn und Urlaubsregelung „nach Tarif“. Ein klarer Fall, findet Simone Rafael, die für die Amadeu-Antonio-Stiftung menschenfeindliche Umtriebe im Internet beobachtet. Klar auch, was zu tun ist: Screenshot zur Beweissicherung, den Netzwerkbetreiber verständigen, um den Eintrag löschen zu lassen, Strafanzeige stellen. Mittlerweile gibt es in elf Bundesländern dazu Onlinepolizeiwachen.

Lehrkräfte fit für digitale Bildung machen

Schulbücher können durch digitale Zusatzmaterialien an die Bedürfnisse heterogener Lerngruppen angepasst werden. Für die Lernstandsdiagnostik gibt es digitale Hilfen. Manch eine Lehrkraft bezieht ganze Stundenentwürfe kostenlos aus dem Netz. Industrie, Verbände, Parteien, Ministerien – sie alle haben diesen Markt der Möglichkeiten entdeckt und bieten eifrig Lernmaterialien für den zeitgemäßen Unterricht an. Der größte Teil der (Aus-)Bildung im Bereich der digitalen Medien findet jedoch noch immer außerhalb der Schule und informell statt.

Wirtschaftsmythen contra Fakten - Teil 8

Keine gesellschaftliche Gruppe behandelt der deutsche Staat so rücksichtsvoll wie die Reichen und Begüterten. Seit 1997 verzichtet er darauf, sich mit einer Vermögensteuer einen Anteil an dem enorm gestiegenen Wohlstand zu sichern. Die Interessenvertreter haben mit ihrer Angstkampagne ganze Arbeit geleistet. „Die Vermögensteuer legt die Axt an das deutsche Erfolgsmodell der soliden Familienunternehmen“, warnt etwa Wolfgang Steiger vom Wirtschaftsrat der CDU.

Bedingungen für Inklusion an Berufsschulen

Sich mit inklusivem Unterricht in beruflichen Schulen zu beschäftigen, setzt einige Überlegungen voraus. Zunächst ist der Inklusionsbegriff zu klären. Um nicht nur gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention jungen Menschen mit anerkannten Behinderungen die Teilhabe an einer Berufsausbildung zu ermöglichen, sondern allen Ausbildungsinteressierten – d. h.

Berufsschulen im Zentrum der Bildungspolitik

„Die berufsbildenden Schulen gehören nach Ansicht des DGB ins Zentrum der Bildungspolitik. „Sie brauchen eine moderne technische Ausstattung, frisch sanierte Gebäude und mehr Lehrkräftenachwuchs“, sagte die DGB-Vizevorsitzende Elke Hannack beim KMK-Kongress zur Berufsbildung in Stuttgart. Auch nach Ansicht von KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg, muss das berufliche Schulwesen „nach über 20 Jahren wieder in den Mittelpunkt der Kultusministerkonferenz“.

Inklusionsstrategie für jedes Bundesland diskutieren

Inklusion ist zu einem Reizwort geworden. Ideen und Ziele der Inklusion sind es nicht. Unter Inklusion verstehen wir die Teilhabe aller Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen – unabhängig von einer Behinderung, dem Geschlecht, kulturellen und sozialen Hintergründen, der ethnischen Herkunft, der sexuellen Identität, Religion, Leistungsfähigkeit oder Sprache. Der Nationale Aktionsplan Inklusion sieht Maßnahmen in zwölf Bereichen vor, einer davon ist Bildung – von der Kita über die Schule, berufliche Bildung bis zur Hochschule.

Neue ILO-Zahlen: Rückgang von Kinderarbeit, aber viel zu langsam

Die ILO hat im September 2017 einen neuen Bericht zu Kinderarbeit veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel ‚Global Estimates of Child Labour – Results and Trends, 2012 – 2016‘  zählt 152 Millionen arbeitende Kinder weltweit, davon 73 Millionen mit gefährlicher Tätigkeit. Die gute Nachricht: die Anzahl arbeitender Kinder geht weiterhin zurück. Die schlechte: Der Rückgang hat sich deutlich verlangsamt. Und nicht alle sind in der Statistik berücksichtigt.

Auslandsschulen: Lehrkräfte besser auf ihre Tätigkeit vorbereiten

„Deutsche Auslandsschularbeit und interkulturelle Sozialisation“: Unter dieser Überschrift luden die GEW und die Universität Erlangen-Nürnberg zu einer zweitägigen Tagung nach Nürnberg ein. Jutta Mägdefrau, Professorin an der Universität Passau, berichtete dort, dass sie rund 350 Lehrkräfte an Deutschen Auslandsschulen stichprobenartig befragt habe. Ergebnis: „Wir haben zehn Prozent hochbelastete Kollegen draußen“. Rund 60 Prozent berichteten ihr zufolge, dass sie bereits über den Abbruch ihrer Auslandstätigkeit nachgedacht hätten.