Bildungsnews der GEW

GEW: Öffentliche Gelder nur für Bildungsanbieter, die tariflich zahlen

Die GEW fordert, bei der Vergabe öffentlicher Mittel für Bildungsaufgaben nur Anbieter zu berücksichtigen, die ausschließlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anbieten, deren Bezahlungsniveau den im öffentlichen Dienst geltenden Tarifverträgen entspricht oder deren Bezahlung in einem Haustarifvertrag geregelt ist.

Wahl-Spezial für den Unterricht

Politische Stoffe in fiktionalen TV-Serien stehen hoch im Kurs. Intrigen, Verschwörungen, Machtkämpfe prägen dabei das Bild politischer Systeme und Akteure. Bei der filmischen Repräsentation von Politik – sei es im Dokumentarfilm oder im Spielfilm – stellt sich die derweil die Frage, wie politische Prozesse abgebildet oder sichtbar gemacht werden können. Auch viele Angebote auf Youtube beschäftigen sich mit politischen Fragen. Aber wie gehen sie dabei vor?

"Das ist unser Land!"

Pauline (Émilie Dequenne) arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im strukturschwachen Norden Frankreichs. Sie kümmert sich um ihren Vater, zieht ihre beiden Kinder alleine groß  und wird von allen gemocht. Ihre Glaubwürdigkeit will sich eine aufstrebende nationalistische Partei zu Nutze machen und wirbt sie als Kandidatin für die kommenden Bürgermeisterwahlen an. Der charismatische Arzt Dr. Berthier überredet Pauline, zu kandidieren.

"Die Sanierung ist überfällig": DGB-Sommertour-Station an Berliner Gesamtschule

Zeit fürs Boarding: Tourleitererin Katja Grote von der Agentur Freigang begrüßt die Gäste. Der Kameramann des Sommertour-Dokufilmteams nimmt Marlis Tepe ins Visier: "Schönen Guten Morgen, liebe Kolleginnen und Kollegen, heute geht es zur Fritz-Karsen-Schule in Berlin Britz. Seit 1948 wird dort gemeinsam von Klasse 1 bis 13 gelernt und das in einem Viertel mit hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Die Kollegen betrachten das nicht als Problem, sondern als wertvolle Ressource." Langsam rollt der Bus Richtung Süden.

Kodizes für gute Arbeit in der Wissenschaft

Vor fünf Jahren hat die Bildungsgewerkschaft GEW den Herrschinger Kodex "Gute Arbeit in der Wissenschaft" vorgelegt. Der bestechende Grundgedanke: Nicht nur Bund und Länder, sondern jede einzelne Hochschule und jede Forschungseinrichtung haben eine Verantwortung für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft.

Bildung im Slum von Nairobi

Kenias Regierung hat zwar 2003 eine kostenfreie Primarbildung eingeführt und die Einschulungsquote um 40 Prozent erhöht. Doch der Staat federte den Ansturm von 1,7 Millionen neuen Schülern nicht mit Investitionen ab. Es fehlt an Gebäuden, Toiletten, Büchern, Lehrkräften, vor allem an ausgebildeten. Die Unterfinanzierung des staatlichen Schulsystems führt immer wieder zu Streiks. "Pädagogen werden miserabel bezahlt, manchmal überweist der Staat monatelang gar kein Geld", sagt Tilo Braune von der Krämer Stiftung, die sich seit 2005 für Schulen in Afrika engagiert.

Friedlich forschen

Die sogenannte Zivilklausel-Bewegung hat festgestellt, dass es immer mehr Forschungsfragen mit militärischem Hintergrund gibt und fordert eine "friedliche", sich bewusst dem "Militärischen" verweigernde Hochschule. Die Bewegung versucht zu verhindern, dass Studierende, ohne Wissen und Möglichkeit sich zu wehren, an Militär und Rüstung herangeführt werden. Sie verlangt zudem Transparenz über Herkunft und Verwendung der Mittel für Forschung und Lehre und will Einblick in deren Ziele haben.

Beamtenstreikrecht: Warten auf Karlsruhe

Die GEW fordert gemeinsam mit dem DGB die vollen Koalitionsrechte – und damit das Streikrecht – auch für Beamtinnen und Beamte. Das ist Teil der gewerkschaftlichen Grundüberzeugungen. Die Gewerkschaften gehen – wie das Völkerrecht und das internationale Arbeitsrecht – davon aus, dass es ein Menschenrecht auf Kollektivverhandlungen zur fairen Aushandlung der Arbeitsbedingungen gibt. Seit vielen Jahren schon wird die Bundesrepublik von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wegen des "Beamtenstreikverbots" gerügt.

In Bayern ticken die bildungspolitischen Uhren anders

Sommertour in Bayern: Zusammen mit dem GEW-Landesvorsitzenden Anton Salzbrunn und dem GEW-Schulexperten Bernhard Baudler hat sich die Bundesvorsitzende Marlis Tepe Mitte Juli den Fragen von Journalisten gestellt. Nach dem Besuch einer Sitzung des DGB-Bezirksvorstands standen Pressetermine bei der "Süddeutschen Zeitung", dem Bayerischen Rundfunk und dem Lokalsender Radio Lora auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Fragen, die alle umtrieb: Was tun gegen den Lehrkräftemangel? Löst eine andere Lehrer_innenbildung das Problem - oder brauchen wir mehr Geld für Bildung?