Bildungsnews der GEW

Kinder aus armen Familien werden weiter abgehängt – Was jetzt zu tun ist

Deutschland gehört zu den Staaten gehört, in denen es einen besonders großen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler gibt. Die Spannweite der Leistungen hat in den vergangenen 15 Jahren sogar noch zugenommen: Die starken Schülerinnen und Schüler haben sich etwas verbessert, die Kinder aus armen Familien werden mehr und mehr abgehängt. Auch die Förderung von Kindern mit Migrationserfahrung gelingt nur unzureichend. Zudem lesen Jungen weniger als Mädchen, ihre Leistungen sind schlechter.

Auf dem Weg zu einer besseren Bildungsfinanzierung

Die Ausgangslage: Bund und Länder haben ihr 2008 in Dresden gegebenes Versprechen, eine „Bildungsrepublik“ zu schaffen und dafür bis 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes für Bildung und Forschung bereitzustellen, nicht gehalten. „Der Zustand des Bildungswesens steht der Bedeutung der Bildung, die immer wieder gerne in Sonntagsreden beschworen wird, diametral entgegen“, moniert die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. „Das gilt für Quantität und Qualität der Bildungsangebote und -einrichtungen ebenso wie für deren Finanzierung.

Malaysisch-deutscher Austausch zu Kinderarbeit

In ihrer Heimatstadt Johor Bahru, direkt an der malaysisch-singapurischen Grenze, haben die Mädchen zur Vorbereitung bereits Berichte zu Kinderarbeit studiert. Offizielle Zahlen über Kinderarbeit in ihrem Heimatland gibt es keine. In Gruppen erarbeiten sie Facetten und Ursachen von Kinderarbeit und staatliche Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung heraus. Fehlender Zugang zu Bildung, besonders von Mädchen, spielt offenbar eine wichtige Rolle. Austauschschülerin Sandra betont aber, dass finanzielle Bedürfnisse die Hauptursache für Kinderarbeit seien.

Fachtagung FrauenStärken 2017: „Aufwerten, führen, entlasten!“

Wie können Frauenberufe im Bildungsbereich aufgewertet werden? Auf welchen Wegen kommen Frauen in Führungspositionen? Wodurch werden Teilzeitkräfte effektiv entlastet? Die GEW-Fachtagung „Aufwerten, führen, entlasten“, die am 1. und 2. Dezember in Berlin stattfand, hat sich mit genau diesen gleichstellungspolitischen und rechtlichen Fragen auseinandergesetzt.

BMBF-Infotelefon zur Weiterbildungsberatung untersucht

Seit Anfang 2017 bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine beim Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) angesiedelte Hotline zur Weiterbildungsberatung an. Die GEW hat den Beratungsexperten Wilfried Rehfeld beauftragt, zu recherchieren und über die Ziele und Zielgruppen, Kooperationen und Organisation des Infotelefons, dessen Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Qualifizierung der Beraterinnen und Berater zu informieren.

Studieren ist nicht mehr lustig

„Lustig ist das Studentenleben“ – das ist eine überholte romantische Vorstellung. Für viele Studierende entpuppt sich die Alma Mater bolognese als Fortsetzung des G8-Traumas: proppenvolle Stundenpläne, Workload bis zum Anschlag, Bulimie-Lernen – die Module spielen verrückt! Paradox: Sollte Bologna ursprünglich die Mobilität im europäischen Hochschulraum fördern, scheitert diese Idee heute bereits beim Hochschulwechsel von Potsdam nach Berlin.