Bildungsnews der GEW

Flucht in die „Weiße Welt“

  • E&W: In „Exit Sugartown“ erzählen Sie die Geschichte der 17-Jährigen Dawn, die ihre Heimat verlässt, um Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Mit Hilfe von Schleusern erreicht sie die „Weiße Welt“ und nutzt hier jede Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Gesamtstrategie zur Beschulung von Flüchtlingskindern fehlt

„In den meisten Bundesländern sind geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen durch Fristenregelungen von der Schulpflicht ausgeschlossen“, stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte auf Basis einer Befragung der Kultusministerien fest. Die Wartezeit kann in Nordrhein-Westfalen schon mal ein halbes Jahr betragen: Die Kinder werden hier erst nach der Zuweisung an eine Kommune beschult.

NC nicht zugelassen

Fünf Jahre lang haben die Richter des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen und die Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Klagen von zwei abgelehnten Studienbewerbern hin und her geschoben. Mehrfach wurden die Anträge eines ausgebildeten Rettungssanitäters und einer Krankenpflegerin auf Zulassung zum Medizinstudium mit Hinweis auf ihre nur mäßigen Abiturnoten von verschiedenen Universitäten abgewiesen.

10 Filmtipps für die Berlinale

  • „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt 1956 in der Wochenschau aufwühlende Bilder vom Aufstand in Budapest. Zurück in Stalinstadt in der DDR entsteht die Idee, im Unterricht eine Schweigeminute für die Opfer des ungarischen Freiheitskampfes abzuhalten. Mit den kleinen und großen Reaktionen, die ihre Solidaritätsbekundung auslöst, haben weder die Jungen noch ihre Eltern oder die Schulleitung gerechnet.

„Beruf Erzieherin/Erzieher – mehr als Spielen und Basteln“

Die Arbeit der Erzieherin/des Erziehers ist mehr als Spielen und Basteln. Sie ist anspruchsvolle Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungstätigkeit. Die Arbeit ist komplex und dadurch mit Mehrfachbelastungen verbunden. Obgleich Erzieherinnen und Erzieher eine gesellschaftlich wertvolle Arbeit leisten, wird diese in der Gesellschaft zu wenig anerkannt.

„Königin von Niendorf“: Geschlechterbilder im Film

In Brandenburg sind Sommerferien, doch die zehnjährige Lea fährt nicht mit ihren Freundinnen ins Ferienlager. Überhaupt findet sie die anderen Mädchen in ihrer Schule seltsam. Und so kurvt Lea meist allein auf ihrem Fahrrad durch das Dorf und besucht den Musiker und Aussteiger Mark, der auf einem verwilderten Bauernhof lebt. Eines Tages beobachtet Lea fünf Jungs, die ein Ölfass über den Zaun der Farbfabrik hieven und mit ihrer Beute auf einem Fahrradanhänger davonrasen. Lea folgt den Jungs und entdeckt, dass sie auf einem kleinen See ein Floß gebaut haben.

Gewerkschaften fordern deutlich mehr Gehalt

„Die öffentliche Hand hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 38,4 Milliarden Euro gemacht. Dafür haben die Beschäftigten mit ihrer Arbeit die Voraussetzungen geschaffen, jetzt müssen sie an dieser Entwicklung beteiligt werden“ (Marlis Tepe)

Koalitionsvertrag: „Kleine Schritte in die richtige Richtung“

Die Vorsitzende der GEW, Marlis Tepe, sieht in dem Koalitionspapier von CDU/CSU und SPD mit Blick auf die Bildung „kleine Schritte in die richtige Richtung“. „In das Koalitionspapier haben mehr bildungspolitische Themen Eingang gefunden als bei den Jamaika-Gesprächen. Eine Reihe unserer Forderungen wurde aufgegriffen“, sagte Tepe in Frankfurt am Main. So werde das Kooperationsverbot insofern weiter gelockert, als der Bund den Ländern jetzt Finanzhilfen für die Bildungsinfrastruktur aller Kommunen geben kann.