Bildungsnews der GEW

„Papas Seele hat Schnupfen“: Depressionen kindgerecht erklärt

Neles Zuhause ist der Zirkus. Ihre Familie zählt seit Generationen zu den besten Seilartisten der Welt. Doch dann wird Neles Papa krank: Depressionen. Und das in einer Welt, in der alles bunt und fröhlich ist. Neles Papa, der immer so stark war, wird schwach – vor Neles Augen und denen der ganzen Welt. Nele schämt sich für ihren Papa, sie ist wütend, er tut ihr Leid, und sie fragt sich, was wohl ihre Freunde denken. Sie hat viele Fragen, auf die sie keine Antworten weiß. Ihre Mama will sie nicht fragen, weil die auch schon so traurig ist.

Mit der Frauenerwerbstätigkeit steigt das Care-Defizit

Der geschlechterpolitische Erfolg der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen hat auch Schattenseiten. Seit den 1990er Jahren seien immer mehr Frauen berufstätig, das habe zu  einem Defizit an Fürsorge, dem sogenannten Care-Defizit geführt, erklärte die frauenpolitische Referentin der GEW, Janina Glaeser, beim GEW-Workshop „Keine Zeit! Pädagogische Arbeit im Uhrzeigersinn“ Ende Januar in Fulda.

IGLU-Studie: Stabil auf Talfahrt

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) grübelten sie ziemlich lange, wie sie die Ergebnisse der jüngsten IGLU-Studie verkaufen sollten, berichten Ministeriumskreise. Schließlich einigte man sich auf die Überschrift: „Stabile Ergebnisse bei zunehmenden Herausforderungen – Lesen muss gestärkt werden.“

Vielfalt leben, Schulpreis bekommen

Igel, Dachs, Eule, Fuchs und Vogel sind die Maskottchen der Schule; auf Briefköpfen, an Türen, Wänden und auf Schülerheften sind sie zu finden. Alle sind Tiere aus dem Wald, der gleich neben der Schule beginnt. Es gibt fünf verschiedene Maskottchen, „denn unsere Schülerinnen und Schüler sind auch ganz unterschiedlich, jeder kann sich mit einem der Tiere identifizieren“, erklärt der Leiter der Heidelberger Waldparkschule, Thilo Engelhardt.

Flucht in die „Weiße Welt“

  • E&W: In „Exit Sugartown“ erzählen Sie die Geschichte der 17-Jährigen Dawn, die ihre Heimat verlässt, um Armut und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Mit Hilfe von Schleusern erreicht sie die „Weiße Welt“ und nutzt hier jede Möglichkeit, Geld zu verdienen.

Gesamtstrategie zur Beschulung von Flüchtlingskindern fehlt

„In den meisten Bundesländern sind geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen durch Fristenregelungen von der Schulpflicht ausgeschlossen“, stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte auf Basis einer Befragung der Kultusministerien fest. Die Wartezeit kann in Nordrhein-Westfalen schon mal ein halbes Jahr betragen: Die Kinder werden hier erst nach der Zuweisung an eine Kommune beschult.

NC nicht zugelassen

Fünf Jahre lang haben die Richter des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen und die Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Klagen von zwei abgelehnten Studienbewerbern hin und her geschoben. Mehrfach wurden die Anträge eines ausgebildeten Rettungssanitäters und einer Krankenpflegerin auf Zulassung zum Medizinstudium mit Hinweis auf ihre nur mäßigen Abiturnoten von verschiedenen Universitäten abgewiesen.

10 Filmtipps für die Berlinale

  • „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt 1956 in der Wochenschau aufwühlende Bilder vom Aufstand in Budapest. Zurück in Stalinstadt in der DDR entsteht die Idee, im Unterricht eine Schweigeminute für die Opfer des ungarischen Freiheitskampfes abzuhalten. Mit den kleinen und großen Reaktionen, die ihre Solidaritätsbekundung auslöst, haben weder die Jungen noch ihre Eltern oder die Schulleitung gerechnet.