Bildungsnews der GEW

Broschüre „Steuern zahlen, aber richtig“ mit Tipps für Frauen

Jubiläum eines umstrittenen Gesetzes: Das gleichstellungs- und arbeitsmarktpolitisch umstrittene Ehegattensplitting wird 60. Seit 1958 wird in Deutschland zur Berechnung der Einkommensteuer von zusammenveranlagten Ehegatten und Lebenspartnerinnen und -partnern das Splittingverfahren angewendet. Dabei wird das zu versteuernde Einkommen beider ermittelt und halbiert, für das halbierte Einkommen wird die Steuer nach geltendem Steuertarif berechnet und verdoppelt.

Gegen eine Regierung „von Reichen für Reiche“

Ein Mann, der auf dem Boden kniet. Und eine Pistole, die auf den Kopf des Mannes zielt. Diese Szene erschien im März als Karikatur in der Lokalzeitung der argentinischen Kleinstadt Coronel Suárez. „Ich bin der meistverteufelte Gewerkschaftsführer Argentiniens“, sagt der Mann, dessen lange Haare, volle Barttracht und massiver Körperbau der Zeichner eindeutig abgebildet hat. Roberto Baradel ist Argentiniens mächtigster Lehrkräftegewerkschafter.

Wir kämpfen. Weltweit.

Gute Bildung ist eins der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis 2030 weltweit für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sorgen sollen. So haben es die Vereinten Nationen 2015 beschlossen. Sie haben das richtig gelesen: Auf der ganzen Welt sollen diese Ziele erreicht werden. Damit geht es nicht mehr nur, wie bei den Millenniumszielen, um Entwicklungsländer, sondern um uns alle, egal wo wir zu Hause sind.

Generationenwechsel in der Bildungsinternationale

Die Berufung des 43-jährigen US-Amerikaners David Edwards zum neuen Generalsekretär der Bildungsinternationale (Education International) zum 1. März 2018 markiert einen Generationenwechsel an der Spitze der globalen Gewerkschaftsföderation. Edwards folgte dem Niederländer Fred van Leeuwen, der nach 25 Jahren als Generalsekretär der Weltorganisation in den Ruhestand ging.

E&W 5/2018: Gewerkschaften kämpfen - weltweit

Die seit 2015 regierende Mitte-rechts-Regierung in Argentinien beispielsweise lässt wenig unversucht, um die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder zu drücken – doch die Lehrkräftegewerkschaft SUTEBA widersetzt sich.

Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung in Kurzform

Der Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung beschreibt, woran eine gerechtere Aufgabenteilung zwischen Frauen und Männern häufig scheitert – und macht Änderungsvorschläge. Der 2017 vorgelegte, knapp 250 Seiten lange Bericht, der aus dem Gutachten einer Sachverständigekommission und einer Stellungnahme der Bundesregierung besteht, ist nun als Zusammenfassung mit rund 70 Seiten veröffentlicht worden.

Dokumentation „Eldorado“ analysiert europäische Flüchtlingspolitik

Als der 1941 geborene Markus Imhoof ein kleiner Junge war, nahmen seine Eltern das italienische Flüchtlingskind Giovanna bei sich in der Schweiz auf. Doch die große Politik riss die Kinderfreundschaft auseinander. Die Erinnerungen daran veranlassten den Schweizer Regisseur nun, sich mit der aktuellen europäischen Flüchtlingspolitik zu beschäftigen. In seiner Dokumentation „Eldorado“, die seit 26. April 2018 im Kino zu sehen ist, nimmt ein italienisches Marineschiff vor der libyschen Küste 1.800 Bootsflüchtlinge an Bord – von denen keiner die Chance hat, legal nach Europa zu kommen.

„Faktencheck Grundschule“ gegen Vorurteile

„Zeugnisse ohne Noten sind ein Angriff auf das Leistungsprinzip“, „Schreiben nach Gehör ist eine schädliche Methode und gehört verboten“ oder „Jahrgangsgemischte Lerngruppen funktionieren nicht und überfordern alle“: Die Liste der im Zusammenhang mit Grundschulen kursierenden Vorurteile ist lang. Der Grundschulverband hat daher die Broschüre „Faktencheck Grundschule“ veröffentlicht. Auf jeweils einer Doppelseite werden populäre Klischees analysiert.

Weiterbildung nach wie vor unterfinanziert

Die Ausgaben für die betriebliche Weiterbildung sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts in den vergangenen Jahren nur unerheblich gestiegen – und zwar konkret von zehn Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2016. Berücksichtige man die Preissteigerungsraten desselben Zeitraums, so sei der Anstieg real als fast unerheblich zu bewerten, moniert die GEW.