Bildungsnews der GEW

Gewerkschaftsbünde machen sich stark für LSBTI-Rechte

Renato Sabbadini, Geschäftsführer der queeren International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA), erinnerte zum Auftakt daran, dass die ILGA bei ihrer Gründung sehr von der Organisationserfahrung und dem kämpferischen Geist von Gewerkschafts-Aktivist*innen profitiert habe, und dass er sich heute wünsche, wieder stärker an der gemeinsamen Tradition anzuknüpfen.

DGB-Jugend macht Ansagen an die Politik

Gute Bildung für alle – und zwar ohne Gebühren. Diesen Anspruch machten die rund 100 Delegierten aus den Jugendorganisationen der Gewerkschaften an diesem Wochenende in Berlin deutlich. Kita-Beiträge sollten daher genauso der Vergangenheit angehören wie Studiengebühren – und das unabhängig vom Pass: Studiengebühren für ausländische Studierende, wie sie in Baden-Württemberg eingeführt und in Nordrhein-Westfalen angekündigt wurden, zeigte die Konferenz die rote Karte.

Türkische Wissenschaftler auf der Flucht

Rund 1.100 Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten zogen im Januar 2016 den Zorn des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan auf sich: Die „Akademiker für den Frieden“ kritisierten das militärische Vorgehen im Südosten der Türkei und appellierten an die Regierung, den Friedensprozess mit den Kurdinnen und Kurden wiederaufzunehmen. Eine massive Einschüchterungskampagne folgte: Präsident Erdoğan nannte die Unterzeichnenden „Pseudo-Intellektuelle“ und „Landesverräter“.

Faire Hochschulzulassung: Berlin ist gefragt

Vor 45 Jahren fällte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil: Das Grundrecht auf freie Berufswahl schließt ein Recht auf Hochschulzulassung ein – so steht es in der Numerus-clausus-Entscheidung von 1972. Die Karlsruher Richter kritisierten den Numerus clausus (NC) als „am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren“ und machten strenge Vorgaben für Zulassungsbeschränkungen. Die Länder schlossen daraufhin einen Staatsvertrag über die Vergabe von Studienplätzen ab und richteten die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund ein.

„Welche Prozesse machten Entrechtung und Deportation möglich?“

In der Holocaust-Forschung bleiben nach Ansicht von Experten „die großen, zentralen Fragen“ wichtig. „Nach wie vor nicht in Gänze erschlossen ist die Frage: Welche gesellschaftlichen Prozesse machten soziale Ausgrenzung, Entrechtung, Ausplünderung und Deportation erst möglich?

Frauen- und Gleichstellungsthemen fehlen in Sondierungsgesprächen

Der Deutsche Juristinnenbund (djb) kritisiert einen zu geringen Fokus auf Frauen- und Gleichstellungsthemen in den Sondierungsgesprächen zwischen Union, FDP und Grünen. „Die Zeit einer möglichen Jamaika-Koalition darf keine Zeit des frauen- und gleichstellungspolitischen Stillstandes werden. In einem Koalitionsvertrag müssen konkrete Ziele festgelegt werden“, sagte djb-Präsidentin Maria Wersig. Die Geschlechterperspektive müsse künftig bei allen Vorhaben von Anfang an einbezogen werden.

Filme von Flüchtlingskindern in Syrien und Irak

Der kurdisch-iranische Regisseur Bahman Ghobadi hat für „Life on the border“ Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingslagern im Norden Syriens und des Irak sieben Kurzfilme drehen lassen. Sie halten den Alltag in den Zeltstädten aus ihrer Sicht fest, erzählen von körperlichen und seelischen Verwundungen, aber auch von Überlebensstrategien, Träumen und Hoffnungen.

Jugendmigrationsdienste sollen Integration fördern

Rund 450 Jugendmigrationsdienste unterschiedlicher Träger bundesweit werden vom Bundesfamilienministerium gefördert. Ihre Aufgabe ist es, junge Migrantinnen und Migranten im Alter von 12 bis 27 Jahren bei der Integration zu unterstützen. Das gilt vor allem für Sprache – sowie für Schule, Ausbildung und Berufseinstieg. Während früher Voraussetzung war, dass die jungen Menschen eine Bleibeperspektive haben, werden jetzt auch Flüchtlinge beraten, die mit einer Duldung in Deutschland leben.

Wissenschaft als Beruf

Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, Bund-Länder-Programm zur Förderung des „wissenschaftlichen Nachwuchses“, Kodizes für „Gute Arbeit“ an vielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Reform von Landeshochschulgesetzen – erste Schritte zur Stabilisierung von Beschäftigungsbedingungen und verlässlichere Ausgestaltung von Karrierewegen in