Bildungsnews der GEW

Widerstand will gelernt sein

Der Ruf nach Widerstand ist populär: gegen die Herrschaft von Banken, das Finanzkapital, Freihandelsabkommen, aber auch gegen „Islamisierung“, „Lügenpresse“, „Volksverräter“. Solche Appelle fordern auch die vorherrschende Bildungspraxis heraus – in der es meist eher um Anpassungen an Gegebenes geht. Ist Mündigkeit ohne die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, ohne die Kompetenz zum Widerstand* also, überhaupt möglich? Wann ist Widerstand gerechtfertigt oder gar geboten? Und wie können die Voraussetzungen für widerstandskompetente Mündigkeit erworben werden?

HRF übernimmt Anwaltskosten für türkische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter

Immer mehr Mitglieder der türkischen Bildungsgewerkschaft Egitim Sen flüchten nach Deutschland – und bekommen Hilfe vom Heinrich-Rodenstein-Fonds (HRF) der GEW. Der HRF-Vorstand beschloss in seiner jüngsten Sitzung fünf weitere Förderanträge, um Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei, die zum Teil mit ihren Familien nach Deutschland gekommen sind, mit insgesamt knapp 7.300 Euro für Anwaltskosten und Soforthilfe zu unterstützen.

Schmutzige Gewinne

Viele Anleger fördern mit ihrem Ersparten oder über ihre Altersvorsorge häufig unwissentlich auch Kinderarbeit. Weit verbreitet sind etwa Investments in die Tabakindustrie, in der nach wie vor viele Kinder in Malawi, Brasilien oder Indonesien schuften.

Bleibeberatung exklusive

Das bayerische Sozialministerium hat Trägern der Asylsozialberatung im Frühjahr ein fragwürdiges Schreiben geschickt. Darin heißt es, Schwerpunkt der Asylberatung sei es, Asylsuchende „objektiv und realistisch“ über ihre Situation aufzuklären – inklusive des Hinweises auf eine etwaige Ausreisepflicht sowie die Anerkennungsquoten im Asylverfahren.

Mehr Geld für Bildung

Die GEW verlangt von den demokratischen Parteien, die zur Bundestagswahl antreten, mehr Geld für Bildung. Ihre Vorschläge, für welche Maßnahmen diese Mittel eingesetzt werden sollen, hat die Bildungsgewerkschaft den im Bundestag vertretenen Parteien bereits im September 2016 vorgelegt. Viele Forderungen haben sich in den Wahlkampfprogrammen nieder geschlagen. Das ist gut, aber natürlich nicht ausreichend. Die Vorschläge der GEW müssen in der Realität umgesetzt werden. Dafür müssen sie in den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl eine wichtige Rolle spielen.