Bildungsnews der GEW

Studierende und Gewerkschaften für ein besseres BAföG

Um den Bedeutungsverlust des BAföG zu stoppen, muss eine neue Bundesregierung sofort einen Inflationsausgleich für die Fördersätze beschließen. Danach gehört eine Strukturreform auf die Agenda, die die Ausbildungsförderung aus ihrer Nische holt und wieder zu einem echten Breitenförderinstrument macht. Dem BAföG-Bündnis gehören neben der GEW die Gewerkschaften ver.di und IG Metall sowie der studentische Dachverband fzs und die Studierendenverbände CampusGrün, Die Linke.SDS und die Juso-Hochschulgruppen an.  

Wirtschaftsmythen contra Fakten - Teil 7

Wer die öffentliche Debatte zur deutschen Haushaltslage verfolgt, muss es mit der Angst zu tun bekommen. „Tatsächlich ist der Reformbedarf in Deutschland gewaltig, wenn verhindert werden soll, dass der Staatshaushalt in den nächsten Jahrzehnten kollabiert“, schreibt die Tageszeitung Die Welt. Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung warnt, während der deutsche Staat Rekordüberschüsse einfährt, könnten „deutsche Schulden griechische Verhältnisse erreichen“.

DGB fordert Neustart für die Bildungsrepublik

Fast zehn Jahre nach dem Bildungsgipfel in Dresden, auf dem Bund und Länder die „Bildungsrepublik Deutschland“ ausriefen, konstatiert der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm  „durchgängig in allen Feldern des Bildungsbereiches dauerhaft ungleiche Bildungschancen“.

Familienaufstellungen erzählen Familiengeschichte

Die Zeit der Kindheit und Jugend wird geprägt von der Familie, für die es heute alle nur denkbaren Beziehungskonstellationen gibt. Darüber hinaus bedeutet Familie den ersten und intensivsten Beziehungsraum der Kindheit. Es verwundert daher nicht, dass Familie eines der zentralen Motive der Kinder- und Jugendliteratur ebenso wie der Literatur über Kindheit und Jugend darstellt.

Die unsichtbare Gewalt

Ob rechts oder links begründet, islamistisch motiviert oder ohne erkennbaren Hintergrund aus „Spaß“ verübt: Einerseits scheint Jugendgewalt allgegenwärtig zu sein. Andererseits verweisen Statistiken auf sinkende Zahlen. Unsere aktuellen Erkenntnisse zur Gewalt an Schulen* bestätigen einen Rückgang – allerdings nur bei körperlicher Gewalt. Psychische Gewalt wird immer häufiger ausgeübt.

Schamgefühl kann Gewalt vorbeugen

Jugendgewalt geht nach Ansicht des Experten Joachim Kersten insbesondere auf eine prekäre soziale und wirtschaftliche Lage  junger Menschen zurück. „Da sieht es bei vielen Heranwachsenden mit Migrations- oder Fluchthintergrund in der Tat nicht rosig aus, wenn sie nach Europa kommen“, sagte der Jugendgewaltforscher im „E&W“-Interview.

Mit klaren Regeln zur friedlichen Schule

Gewalt an der Schule gehört zum Alltag von Lehrkräften. Zwar sind laut Polizeistatistik Gewaltvorfälle leicht rückläufig, ein Grund für Entwarnung ist das nicht. „Es wird immer noch zu wenig für die Prävention getan. Ein Teil der Schulen reagiert erst, wenn ein akutes Problem auftritt“, kritisiert der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried.

"Jetzt weiß ich, dass man selber verarschen muss"

Der Streit um ein HSV-Trikot war der Auslöser: Aron war zwölf Jahre alt, als er zum ersten Mal zuschlug. „Manchmal muss man das machen“, erklärt der heute 16-Jährige. „Als ich noch klein war, wurde ich immer verarscht. Jetzt weiß ich, dass man selber verarschen muss. Dann geht alles viel besser.“ Seine Ehre sei ihm wichtig, betont Aron, „sonst verliert man seinen Ruf“. Seine Eltern interessierten sich nicht für seine Probleme und verlangten, dass er funktioniere. „Überall nur Stress“, klagt der Teenager aus dem Hamburger Osten.