Bildungsnews der GEW

Erzieherinnen dringend gesucht

Der Ausbau der öffentlich geförderten Kinderbetreuung hat zu einem erheblichen Personalzuwachs im Kita-Bereich geführt. Die Zahl der dort Beschäftigten stieg zwischen 2006 und 2016 von rund 415.000 auf mehr als 666.000 – das entspricht einem Beschäftigungsplus von 61 Prozent. Dies geht aus dem Fachkräftebarometer Frühe Bildung hervor.

Zusammendenken: Gewalt und Armut

Gewalt ist kein „Jugend“-Phänomen – sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, das mit Armut und Reichtum, wirtschaftlicher Ausbeutung und sozialer Ausgrenzung zu tun hat. Dies gilt mit Blick auf die Ausübenden ebenso wie für jene, die sie trifft: Täter wie Opfer sind häufig Angehörige ethnischer, religiöser und sozialer Minderheiten mit ähnlichen soziodemografischen Merkmalen.

Heinrich-Rodenstein-Fonds hilft Gewerkschafter aus Burkina Faso

Im Frühjahr ist der HRF eingesprungen, als es um eine Augenoperation der Tochter des Generalsekretärs der GEW-Partnergewerkschaft F-SYNTER im westafrikanischen Burkina Faso ging. Vor zwei Jahren war die damals siebenjährige Aminata Barro in ihrer Heimatstadt Ouagadougou durch einen Unfall schwer verletzt worden. Ein Junge hatte ihr mit einer Zwille einen Stein ins linke Auge geschossen, wobei unter anderem die Netzhaut beschädigt wurde. Durch den Unfall konnte das Mädchen auf dem Auge fast nichts mehr sehen. 

Mutlu: "Es ist nicht die Zeit, an der Schwarzen Null festzuhalten"

Die Grünen wollen laut Wahlprogramm zehn Milliarden Euro für 10.000 Schulen ausgeben – „um Schulen dort für die Zukunft fit zu machen, wo das Geld dafür fehlt“, sagt der bildungspolitische Sprecher Özcan Mutlu im „E&W“-Interview. Geplant seien Maßnahmen zur Barrierefreiheit und lebenswerten Bildungsräumen, Mensen und Küchen für Ganztagsangebote. „So bekommt zumindest ein Teil der Schulen bessere Bedingungen – auch dafür, Benachteiligungen auszugleichen.“ Unterstützung für Schulen in sozial schwierigen Quartieren sei jedoch zusätzlich nötig.

Rossmann: "Jetzt muss es um mehr Integration und Inklusion gehen"

Der SPD-Bildungspolitiker Ernst Dieter Rossmann wirbt dafür, „das Kooperationsverbot praktisch anzugehen“. „Statt hehrer Ziele wollen wir Aufgaben definieren; und vereinbaren, wer was anpackt“, sagte Rossmann der „E&W“. „Wir schauen in allen Bereichen: Wer sollte was mit wem umsetzen?“ Für die Zeit nach der Bundestagwahl kündigten die Sozialdemokraten eine nationale Bildungsallianz an – laut Rossman „ein Forum, in dem sich Akteure von Bund, Ländern und Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammenschließen“.