Bildungsnews der GEW

"Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper" und die Frage der Identität

Der verwaiste Spatz Richard wird von einer Storchenfamilie aufgezogen und weiß nicht, dass er anders ist. Doch als sich seine Eltern und sein Bruder im Herbst für den langen Flug ins warme Afrika rüsten, offenbaren sie ihm die Wahrheit: Ein Spatz ist nicht geschaffen für eine solche Reise, sie müssen ihn zurücklassen. Daraufhin macht sich Richard auf eigene Faust auf den Weg, um allen zu beweisen, dass er doch einer von ihnen ist. Dabei kommen ihm die zu groß geratene Zwergeule Olga, ihr imaginärer Freund Oleg und Kiki, ein Karaoke-Wellensittich mit Höhenangst, zu Hilfe.

Gewerkschaftstag Kompakt #4

  • Geschäftsführender Vorstand komplett

Marlis Tepe steht auch in den nächsten vier Jahren an der Spitze der GEW. Die Delegierten des 28. Gewerkschaftstages haben neben der Vorsitzenden auch die sieben weiteren Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands gewählt. [Weiterlesen]

AfD und GEW stehen sich diametral gegenüber

Mit überwältigender Mehrheit verständigten sich die Delegierten des Gewerkschaftstages darauf, dass die Positionen der Alternative für Deutschland (AfD) sowie anderer rechtspopulistischer Gruppierungen mit den Werten und Zielen der GEW unvereinbar seien. Einen Ausschluss von AfD-Anhängern aus der GEW lehnten die Delegierten jedoch ab. Stattdessen sind alle Mitglieder aufgerufen, sich "Aktiv gegen Rechts" zu engagieren.

Viele Wege führen zur Inklusion

Die Berufsschullehrerin Roswitha Lauber hat eine konkrete Forderung an die Politik in Nordrhein-Westfalen: Der Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2015, mit dem Inklusion für Berufskollegs quasi abgeschafft worden sei, müsse rückgängig gemacht werden, sagte sie am Rande des Gewerkschaftstages in Freiburg. Mit dem Beschluss sei festgelegt worden, dass Jugendliche, die nach der Sekundarstufe I weiter Unterstützungsbedarf hätten, auf ein Förderberufskolleg müssten.

Entwicklung der Entgeltordnung im Sozial-und Erziehungsdienst geht weiter

Das Gesamtkonzept soll sowohl fachlich-inhaltliche wie auch tarifliche Verbesserungen einer neuen Entgeltordnung enthalten und  Vorschläge für die im Jahr 2020 anstehende strategische Kampagne machen. Dazu gehört auch eine öffentliche Mobilisierungskampagne. Die Mitglieder sollen sich an diesem Prozess aktiv beteiligen können.

Emotionen und Hypothesen: GEW ringt um Umgang mit NS-Historie

In der Diskussion um die Aufarbeitung der NS-Geschichte der GEW verhärten sich die Fronten: Der Autor der ersten wissenschaftlich fundierten Max-Traeger-Biografie, der frühere Hamburger Landeschef Hans-Peter de Lorent, fordert den Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer auf, seine Vorwürfe zurückzunehmen. Dieser hatte Traeger, erster Vorsitzender der GEW und Namensgeber der wissenschaftlichen Stiftung der GEW, vorgeworfen, ein NS-Mitläufer gewesen zu sein. "Ortmeyer muss öffentlich zugeben, dass Traeger kein Mitläufer war.

GEW will Digitalisierung kritisch und konstruktiv mitgestalten

Zum Themenkomplex Digitalisierung wurden zahlreiche Änderungsanträge eingereicht. "Das zeigt die Dringlichkeit und Bedeutung des Themas", sagte Inge Goerlich von der Antragskommission. "Mit dem Beschluss steigen wir erst richtig in die Diskussion ein", stellte Ilka Hoffmann, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule klar, "wir als GEW werden die Digitalisierung kritisch und konstruktiv mitgestalten."

"Genies fallen nicht vom Himmel"

Bildung und Ausbildung entscheiden über Lebenschancen. "Genies fallen nicht vom Himmel. Sie müssen Gelegenheit zur Ausbildung und Entwicklung haben", betonte Stegner unter Verweis auf ein Zitat von August Bebel. Bildung ermögliche Emanzipation und Teilhabe – politisch, gesellschaftlich, sozial und ökonomisch. Bildung sei der Garant, um dazu zu gehören und sich entfalten zu können, aber auch die Grundlage für einen erfolgreichen Zugang zum Arbeitsmarkt und die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs.

Delegierte loben Arbeit des Zukunftsforums

Ein Zeichen der Anerkennung ist ein starkes Votum. Ein zweites sind Worte des Lobs. Beides erhielten die Mitwirkenden des "Zukunftsforums Lehrer_innenbildung" während des Gewerkschaftstags von den GEW-Delegierten für die von ihnen entwickelten Leitlinien für eine innovative Lehre_innenausbildung. "Das waren vier Jahre super Arbeit", sagte der GEW-Vize-Vorsitzende Andreas Keller.

Hochschulen sollen sich zu verlässlichen Karrierewegen verpflichten

Zur Verbesserung der Berufsperspektiven in der Wissenschaft appelliert die GEW an die Hochschulen, Selbstverpflichtungen zu verlässlichen Karrierewegen zu formulieren. Der Gewerkschaftstag verabschiedete dazu einen Antrag zur Umsetzung des neuen Befristungsrechts. Konkret geht es um mehr unbefristete Arbeitsverträge, eine Mindestdauer von Qualifizierungsbefristungen und einen verbindlichen Anspruch auf Vertragsverlängerung bei Mutterschutz, Elternzeit und Kinderbetreuung. Außerdem soll der Hauptvorstand GEW-Mitglieder unterstützen, ihre verbesserte Rechtsposition durchzusetzen.