Ausbildung für Multiplikator_innen: Abgrenzung, Ausgrenzung, Abwertung: Diskriminierungsformen, Akteure und Präventionsmöglichkeiten

Auch in diesem Jahr veranstalten die Landeszentrale für politische Bildung NRW, die Ruhr-Universität Bochum – Fakultät für Sozialwissenschaft – und der DGB-Bezirk NRW eine Ausbildungsreihe für Multiplikator_innen zu "Diskriminierung, der extremen Rechten in NRW und Präventionsmöglichkeiten".

An drei Wochenenden im November und Dezember 2017 sollen unterschiedliche inhaltliche Aspekte sowie pädagogische Präventionsmöglichkeiten vermittelt werden. Die Ausbildung richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schulen, Jugendeinrichtungen, Verbänden, Initiativen oder Verwaltungen, die sich beruflich oder privat im Themenfeld „Rechtsextremismus“ qualifizieren wollen. Die Ausbildungsreihe schließt mit einem Zertifikat von Landeszentrale, Ruhr-Universität und DGB NRW ab.

Folgende Termine sind vorgesehen (alle Seminarwochenenden finden im DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen statt):

  • Freitag, 11.11., bis Sonntag, 13.11.2016: Einführung: Einstellungspotentiale – Diskriminierungsformen
  • Freitag, 02.12., bis Sonntag, 04.12.2016: Akteure der extremen Rechte: Neonazismus, Jugendkulturen, Rechtspopulismus, Neue Rechte
  • Samstag, 10.12., bis Sonntag, 11.12.2015: Präventions- und Interventionsmöglichkeiten

 

Referentinnen und Referenten:

  • Prof. em. Dr. Elmar Brähler, Universität Leipzig
  • Jan Raabe, Dipl. Sozialpädagoge, Argumente und Kultur gegen Rechts e.V., Bielefeld
  • Prof. Dr. Fabian Virchow, Fachhochschule Düsseldorf
  • Ozan Keskinkılıç, MA, Alice-Salomon-Hochschule Berlin
  • Jan Schedler, Dipl.-Soz.wiss., Ruhr-Universität Bochum
  • Alexander Häusler, Dipl.-Soz.wiss., Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf
  • Richardt Gebhardt, Dipl.-Pol.wiss.
  • Dr. Karsten Wilke, Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Bezirk Detmold
  • Referent_in der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V: (KIgA)
  • Anne Broden, Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW)
  • Dr. Gabi Elverich, Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule Berlin-Neukölln / Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus
  • Referent_innen aus den Mobilen Beratungen in NRW
  • Argumentationstrainer_innen des Netzwerks für Demokratie und Courage

 

Seminarleitung:

  • Carmen Teixeira, Landeszentrale für politische Bildung NRW
  • Christoph Alt, DGB-Bezirk NRW
  • Jan Schedler, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft

 

Anmeldung und Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme ist nur am gesamten Programm möglich, nicht nur an einzelnen Wochenenden.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 70,- € für das gesamte Programm, Übernachtung im Doppelzimmer und Vollverpflegung sowie Seminarmaterialien

 

Anmeldungen bitte bis 30.09.2016 per Mail an anmeldung [at] dgb-seminare [dot] de

Für die verbindliche Anmeldung benötigen wir Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mailadresse. Ferner bitte den Seminartitel „Abgrenzung, Ausgrenzung, Abwertung“ angeben und ob und wo du als Multiplikator/in tätig bist.

 

Unsere Ziele

  • Qualifikation von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen der schulischen und außerschulischen Bildung im Themenfeld „Rechtsextremismus“ und „Diskriminierung“
  • Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen über die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen
  • Erwerb von Handlungsstrategien zur Prävention von Diskriminierung und Rechtsextremismus

 

Die gesellschaftliche Polarisierung, die Ausbreitung rechtsextremer Einstellungen und die Anzahl entsprechender Gewalt- und anderer Straftaten haben auch in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr zugenommen. Rassistische und andere Diskriminierungsformen treten im Zuge der Debatte um Geflüchtete und aktuell Musliminnen und Muslime in Deutschland deutlich zutage.

Damit einher geht ein Aufschwung rechtspopulistischer Gruppen, die diese gesellschaftliche Polarisierung anheizen und für sich nutzbar machen. Ihnen gelingt es damit, breite Bevölkerungskreise anzusprechen und die politische Kultur in Deutschland zu verändern. Getragen von dieser Stimmung radikalisieren sich extrem rechte Akteure und Gruppen weiter und treten mit Gewalt und Einschüchterung in Erscheinung. Diese Entwicklungen gefährden unsere Demokratie und es gilt ihnen entschieden entgegenzuwirken.

Daher haben die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, der DGB-Bezirk Nordrhein-Westfalen und die Ruhr-Universität Bochum gemeinsam die Ausbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entwickelt: „Abgrenzung, Ausgrenzung, Abwertung: Diskriminierungsformen, Akteure und Präventionsmöglichkeiten“.

Diese Ausbildung richtet sich insbesondere an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der schulischen und außerschulischen Bildung, die sich im Themenfeld "Rechtsextremismus" qualifizieren beziehungsweise professionalisieren möchten.

Im Rahmen der Ausbildung wird nicht nur auf einzelne Erscheinungsformen und Strategien der extremen Rechte, extrem rechte Einstellungspotentiale und Diskriminierungsformen eingegangen, sondern es werden ferner Präventions- und Interventionsmöglichkeiten thematisiert. Die Fortbildung wird in einer festen Gruppe an drei Wochenenden im DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen durchgeführt und ist nur als Gesamtpaket buchbar.

Die Ausbildung ist praxisnah konzipiert und wird von anerkannten Expertinnen und Experten durchgeführt, die auch ein vielfältiges Repertoire an Methoden vermitteln.

 

Kontakt

Christoph Alt

Pädagogischer Leiter
Jugendbildungszentrum Hattingen

Deutscher Gewerkschaftsbund
Bezirk Nordrhein-Westfalen

Am Homberg 44-50
45529 Hattingen

Tel.: 02324-508-200
Fax: 02324-508 220
Mobil: 0160-30 80 129

Website: www.dgb-seminare.de

 

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