Interview: Einladung zum Kongress: Bildung. Weiter denken!

Fünf Jahre sind seit dem Bochumer Kongress 2011 vergangen und die 2010 im Bochumer Memorandum verfassten bildungspolitischen Ziele stehen weiterhin auf dem Prüfstand. Wir sprechen im hochschulblog mit Berthold Paschert, Pressesprecher der GEW NRW.

Welche großen Themen werden Bochumer Bildungskongress diskutiert?

Alle relevanten Themen der Bildungspolitik. Der Kongresstitel „Bildung. Weiter denken!“ ist quasi programmatisch. Gute Bildung ist der Schlüssel für die gesellschaftliche Entwicklung der Zukunft. Es geht um die zahlreichen bildungspolitischen Herausforderungen von der Chancengleichheit bis zur Inklusion, von der frühkindlichen Bildung bis zur Sprachförderung und Integration. Welche Unterstützung brauchen die Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Hochschule. Wie ist es um das Zukunftsthema Digitalisierung im Bildungsbereich bestellt?

Warum ist es wichtig, den Dialog wieder aufzugreifen? Was ist das Ziel des Kongresses?

Die Landespolitik hat viele gewerkschaftliche Forderungen aufgenommen und teilweise auch umgesetzt. Das Bochumer Memorandum, eine Idee der GEW NRW, ist ein Indikator für den bildungspolitischen Fortschritt in diesem Land. Seit gut zehn Jahren läuft dieser Prozess, dessen Ziel es war, mit bestimmten Indikatoren überprüfbare Ziele zu definieren, mit der die Bildungspolitik der Landesregierung politisch bilanziert werden kann. Einer der Höhepunkte ist die Übergabe des Bochumer Memorandums durch den DGB-Vorsitzenden Andreas Meyer-Lauber an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, ein anderer das Politikgespräch zwischen Schulministerin Sylvia Löhrmann und Armin Laschet von der CDU. Nicht zu vergessen das hochschulpolitische Forum mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Ist der Kongress auch für Wissenschaft und Forschung interessant?

Definitiv mit Foren zum guten Studium, zu den digitalen Medien, zu Diversity und Bildungsungleichheit, aber auch zur Lehrerausbildung. Prominent bestzt ist das Politikgespräch zum Landeshochschulentwicklungsplan. Hochschule in gesellschaftlicher Verantwortung, an der nicht nur Wissenschaftsministerin Svenja Schulze teilnimmt, sondern auch die beiden Sprecher der Landesrektorenkonferenzen, Prof. Koch und Prof. Baumann, sowie GEW-Hochschulexperte Andreas Keller und Bernadette Stolle von der LPKwiss.

Welche Chance bietet der Kongress für interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Fundierte Information, politische Gespräche, spannende Debatten und auch viel Kultur.

Es wird auch Prominenz erwartet. Auf wen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen?

Neben der Ministerpräsidentin und den drei „Bildungsministerinnen“ aus NRW, sowie die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan, auch Prominenz aus der Zivilgesellschaft und den Medien, wie die bekannte Fernsehmoderatorin Dunja Hayali und der Kabarettist Jürgen Becker

Welche Organisationen richten den Kongress aus?

GEW und DGB zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum.

Wo kann man mehr Infos finden und sich anmelden?

Unter www.bildung-weiter-denken.de sind alle relevanten Infos zu finden.

Wer beantwortet Fragen, wenn ich mich für die Bildungspolitik der GEW darüber hinaus interessiere?

Wir sind breit aufgestellt. Für Hochschule und Forschung bin ich zuständiger Referent.

Kontakt per Telefon 0201-2940312 oder per Mail:

 

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Bochum
Redaktion