Zwischen völkischem Rassismus und Neoliberalismus oder warum die AfD keine Arbeitnehmer*innen-Partei ist

09.05.2017

Zusammen mit der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB lädt die DGB-Jugend Ruhr-Mark Euch zu drei spannenden Vorträgen zu aktuellen Fragen rund um Rechtspopulismus ein.

Jeweils Dienstags, 18 Uhr im Blue Square, mitten in der Bochumer Innenstadt (Kortumstr. 90/ http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/herausforderung-rechtsp...)

Rechtspopulismus ist eine der großen Herausforderungen für demokratische Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Die Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus spitzt sich gerade in Wahlzeiten zu, dies ist aktuell in Frankreich und den Niederlanden aber auch hier in NRW beobachtbar.
Könnte es sein, dass rechtspopulistische Akteure häufiger in den Medien erscheinen? Und wenn ja, warum? Was hat sich seit Sylvester 2015/16 in der Diskussion um Flucht und Migration verändert? Wofür steht eigentlich die AfD und warum ist es eigenartig, dass sie sich als Partei der „kleinen Leute“ verkaufen will? In der vorliegenden Veranstaltungsreihe zum Rechtspopulismus werden diese Fragen erörtert und versucht auf diese Antworten zu finden.

25. April 2017, 18.00 Uhr https://www.facebook.com/events/405678969801385/
„PostKölnialismus. Der Diskurs um Geflüchtete und sexualisierte Gewalt"
Dr. Mithu Sanyal
Silvester in Köln 2015/16 gilt als Zäsur. Die Übergriffe auf Frauen auf der Domplatte gingen durch alle Medien und um die Welt. Spätestens seitdem ist die Diskussion um Flucht untrennbar mit der Diskussion um sexualisierte Gewalt verbunden. Die Polizeistatistiken sprechen eine andere Sprache. Es gibt nicht mehr Übergriffe von Geflüchteten als aus dem Rest der Gesellschaft. Was bedeutet das für den Alltag? Was sind die politischen Dimensionen dieser Debatte? Und müssen wir vielleicht doch über Sexualität sprechen.
Dr. Mithu Sanyal, Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin

2. Mai 2017, 18.00 Uhr https://www.facebook.com/events/1751678231828663/
„Warum bekommen Rechtspopulist*innen so viel Aufmerksamkeit in den Medien?“
PD Dr. Paula Diehl
Der Populismus ist mit den Massenmedien besonders kompatibel. Politische Akteure, die sich dem Populismus bedienen, haben daher höhere Chancen, Medienaufmerksamkeit zu erzeugen. Diese systemische Begünstigung des Populismus führt dazu, dass rechtsradikale Ideologeme Akzeptanz bekommen, wenn sie populistisch verpackt werden. Rechtspopulismus ist eine Mischung aus Rechtsextremismus und Populismus. Er dient als Eintrittstür für rechtsradikale Botschaften in die demokratische Öffentlichkeit.
PD Dr. Paula Diehl unterrichtet "Theorie, Geschichte und Kultur des Politischen" an der Universität Bielefeld. Sie leitet das Projekt "The Imaginary and Politics in Modern Democracy" und war Leiterin des Projekts "Populismus zwischen Faschismus und Demokratie". Gastprofessuren unter anderen am Sciences Po, University of Pennsylvania, École des Hautes Études en Sciences Sociales und Institue for Advanced Studies in Bologna.

9. Mai 2017, 18.00 Uhr https://www.facebook.com/events/446976835638683/
„Zwischen völkischem Rassismus und Neoliberalismus oder warum die AfD keine Arbeitnehmer*innen-Partei ist“
Alexander Häusler
Die AfD begann als Euro-kritische wirtschaftsliberale Partei, die zugleich die Thesen des Buchautors Thilo Sarrazin in ihre politische Agenda aufnahm. Im Laufe ihres vierjährigen Werdegangs wandelte sich die AfD hin zu einer radikal rechten Anti-Einwanderungspartei. Zugleich versucht die AfD, sich populistisch als Partei der „kleinen Leute“ zu verkaufen. In dem Vortrag werden der Entwicklungsgang und die politischen Positionen der AfD einer kritischen Betrachtung unterzogen.
Alexander Häusler, Sozialwissenschaftler, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus / Neonazismus, Hochschule Düsseldorf


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


Wir freuen uns auf Eure rege Teilnahme!

Viele Grüße,
Saida

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Saida Ressel
Jugendbildungsreferentin
DGB Ruhr-Mark
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Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Bochum