GEW begrüßt Initiative der FH-Landesrektorenkonferenz - Neue Wege zur Promotion eröffnen!

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Initiative der Landesrektorenkonferenz für ein eigenständiges Promotionsrecht der Fachhochschulen und zur Gründung eines gemeinsamen qualitätsgeleiteten NRW-Graduierteninstituts für angewandte Forschung. Die Gewerkschaft sieht in der von den Fachhochschulrektoren geforderten Experimentierklausel im Hochschulzukunftsgesetz eine vernünftige Lösung, das Promotionsrecht für Fachhochschulen zu verankern. Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Standards bei den Promotionsvorhaben ist die Sicherstellung einer hinreichenden Grundfinanzierung und die Einrichtung von tariflich vergüteten Qualifizierungsstellen für die Promovenden.

„Wenn der Master-Abschluss der Fachhochschulen dem der Universitäten grundsätzlich gleichgestellt ist, ist es nur folgerichtig, an Fachhochschulen auch Perspektiven zur Promotion zu eröffnen und dies gesetzlich zu verankern“, sagte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Der Anteil der von Fachhochschulabsolventen in Deutschland abgeschlossenen Promotionen an der Gesamtzahl betrage nur ca. 1 Prozent.

„Für die GEW ist die Promotion die erste Berufsphase von wissenschaftlich Beschäftigten und nicht der dritte Studienzyklus“, bekräftigte die GEW-Landesvorsitzende abschließend. „Das heißt Promovenden müssen auf Qualifizierungsstellen tarifvertraglich beschäftigt werden, Lehrverpflichtungen oder andere Aufgaben dürfen nicht dem Primärziel der Qualifizierung im Wege stehen. Das gilt für Fachhochschulen und Universitäten gleichermaßen.“

 

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Redaktion