Auf Initiative von PersonalvertreterInnen: Unfallkasse NRW erweitert Versicherungsschutz für Studierende

Die Unfallkasse NRW versichert Studierende während der Ausbildung an ihrer Einschreibungshochschule und auf den damit zusammenhängenden Wegen. Diese gesetzliche Unfallversicherung bezieht sich generell auf studienbezogene Tätigkeiten im unmittelbaren räumlichen und zeitlichen Zusammenhang der Verrichtung zur Hochschule.

Versicherungsschutz besteht, wenn die Hochschule zumindest eine organisatorische Mitverantwortung für die Teilnahme an der Veranstaltung trägt, der /die Studierende in der Ausgestaltung der Verrichtung nicht völlig frei ist und sich die Tätigkeit der Hochschule nicht auf eine reine Unterstützungsleistung einer ansonsten in der Organisationshoheit der/des Studierenden liegenden Verrichtung beschränkt.

Bisher waren Studierende beim Besuch auswärtiger staatlicher Hochschulen (z.B. Bibliotheken, Lehrveranstaltungen) nur versichert, wenn dafür eine Mitverantwortung ihrer Heimathochschule bestand. Denn die gesetzliche Unfallversicherung löst die sogenannte Unternehmerhaftung ab und beschränkt sich somit auf die jeweilige betriebliche Sphäre.

Die Vertreterversammlung der Unfallkasse NRW hat jetzt auf eine Initiative von Personalvertretungen auf Veränderungen im Studium reagiert und eine Aufenthaltsversicherung in § 5 Abs. 3 ihrer Satzung aufgenommen:

„Doktoranden oder Diplomanden (einschließlich Masteranwärter), die sich erlaubterweise im Auftrag oder mit Zustimmung der Hochschule auf dr Stätte der Hochschule zu Forschungszwecken oder zu sonstigen Zwecken in Bezug auf Angelegenheiten der von ihnen zu fertigenden wissenschaftlichen Arbeiten aufhalten, sind während ihres dortigen Aufenthaltes gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert…“.

Weiterhin kein Versicherungsschutz besteht bei Forschungsaufenthalten in externen Unternehmensstätten (z.B. Privathochschulen, gewerbliche Unternehmen, An-Institute). Die Aufenthaltsversicherung erstreckt sich nicht auf Fahrten zur auswärtigen Hochschule und von dort nach Hause.

Die Unfallkasse NRW prüft in nächster Zeit, ob weitere Satzungsregelungen z.B. für Stipendiatinnen und Stipendiaten, begabte Schülerinnen und Schüler (Jungstudierende) und Lehrbeauftragte geboten sind.

Redaktion
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