Bildungsnews der GEW

NASUWT-Konferenz: Einheitliche Bezahlung und früherer Renteneintritt

Bei der Jahreskonferenz der britischen Bildungsgewerkschaft NASUWT vom 30. März bis 2. April 2018 in Birmingham haben die britischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter Anträge unter anderem für mehr Gesundheitsschutz, eine landesweit einheitliche Bezahlung und eine Rückkehr zum Renteneintrittsalter von 63 Jahren verabschiedet. Mehrfach wurde der Vorstand zur Ausrufung von Streiks als letzem Mittel aufgefordert.   

Für eine duale Ausbildung und gegen Kinderarbeit

Eine Delegation der GEW-Stiftung „fair childhood“ hat sich Ende März in Mali mit dem Minister für Arbeit und Berufsausbildung, Maouloud Ben Kattra, getroffen. Dieser will die berufliche Ausbildung in dem westafrikanischen Land nach dem Vorbild der dualen Ausbildung in Deutschland ausweiten. In Mali gibt es zwar einige Berufsbildungszentren und Ansätze von dualer Ausbildung, aber keine unternehmerische Ausbildungstradition wie hierzulande.

Neu Unterrichtseinheit Lohngleichheit

Frauen verdienen weniger als Männer. Warum ist das so? In dieser Unterrichtseinheit von Böckler Schule lernen Schülerinnen und Schüler, welche Faktoren für diesen Verdienstunterschied verantwortlich sind, und diskutieren, wie sich die Lohnlücke reduzieren ließe. Zahlreiche Grafiken illustrieren den sogenannten Gender Pay Gap, die geschlechtsbezogene Einkommenslücke. Die Schaubilder können im Unterricht anylaysiert werden.

„Streitschrift Inklusion: Was Sonderpädagogik und Bildungspolitik verschweigen“

Die ehemalige Lehrerin und Bildungspolitikerin Brigitte Schumann argumentiert in „Streitschrift Inklusion: Was Sonderpädagogik und Bildungspolitik verschweigen“, dass Kultusministerkonferenz (KMK) und Sonderpädagogik die menschenrechtsbasierte inklusive Bildung politisch verfälscht und diskreditiert hätten. Inklusion werde auf ein Wahlrecht für Eltern von Kindern mit Behinderungen reduziert und einem unverändert selektiven und ungerechten allgemeinen Schulsystem als Widerspruch aufgedrängt.

USA: Lehrerstreiks in republikanischen Bundesstaaten

Es sind die größten Streiks von Lehrerinnen und Lehrern in den USA seit Jahrzehnten und sie finden ausgerechnet in Bundesstaaten statt, die fest in republikanischer Hand sind. Hier ist der schlanke Staat Programm und gelten Steuererhöhungen als Teufelswerk. Folge republikanischer Sparpolitik ist, dass die schulische Infrastruktur in diesen Staaten vielfach zerfällt und Lehrerinnen und Lehrer die geringsten Gehälter und schlechtesten Sozialleistungen an öffentlichen Schulen im ganzen Land erhalten.