Bildungsnews der GEW

Sichtbarkeit! Einigkeit?

Was haben ein freiberuflicher IT-Trainer, eine befristet Beschäftigte bei einem Maßnahmeträger der Bundesagentur für Arbeit, eine pensionierte Lehrerin, die Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, und ein Hauptamtlich Pädagogischer Mitarbeiter (HPM) in einer der 900 Volkshochschulen gemeinsam? Sie alle zählen zum Personal der Erwachsenen-/Weiterbildung – wie viele andere.

Europäische Schulen: Krankenversicherung für abgeordnete Lehrkräfte

An den 14 Standorten Europäischer Schulen in Belgien, Luxemburg, Spanien, Italien, Großbritannien und Deutschland werden rund  25.000 Schülerinnen und Schüler von ca.  2.200 Lehrkräften unterrichtet.  Alleinstellungsmerkmal dieser Schulen ist das europäische Abitur, das es ermöglicht, überall in der EU zu studieren. Für abgeordnete Lehrkräfte  aus EU-Mitgliedsstaaten besteht die Möglichkeit, während der Zeit ihrer Tätigkeit an einer Europäischen Schule in eine für sie vorteilhafte Krankenversicherung (Caisse de maladie) zu wechseln.

„Viele stocken mit Hartz IV auf“

Niedrige Honorare, kaum Rechte: Die Lage vieler freiberuflich in der Bildung Tätigen ist schlecht. Seit 2015 berät die GEW in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg Selbstständige an einer Hotline. Ihr Ansprechpartner: Erwin Denzler, Gewerkschaftssekretär in Bayern – und viele Jahre freiberuflicher Dozent für Arbeitsrecht.

Bildungsbericht legt Finger in die Wunden der Hochschulpolitik

Das haben die Autorinnen und Autoren des soeben erschienen Bildungsberichts 2018 den Regierungen des Bundes und der Länder ins Stammbuch geschrieben. GEW-Vize und Hochschulexperte Andreas Keller forderte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und KMK-Präsidenten Helmut Holter (Die Linke) auf, jetzt „nicht zur Tagesordnung überzugehen, sondern die Weichen für eine aktive Personalpolitik an den Hochschulen zu stellen“.

In sechs Punkten zum Ziel

Studien belegen: Die Weiterbildung in Deutschland hat erhebliche Mängel. Bei internationalen Vergleichen landet sie immer nur im Mittelfeld. Und das ist das Krankheitsbild: hohe soziale Selektivität, Unterversorgung mit Angeboten, gravierende Qualitätsprobleme und Intransparenz.

Riester im Ausland

Angestellte oder Beamte, die auf Veranlassung ihres Arbeitgebers für eine Zeit im Ausland arbeiten und in Deutschland rentenversichert bleiben oder weiterhin ihre Besoldung aus Deutschland beziehen, bekommen die Riester-Förderung auch im Ausland. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie innerhalb oder außerhalb der EU arbeiten. Wer jedoch auf eigene Faust ins Ausland geht und in Deutschland nicht mehr rentenversichert ist, erhält auch keine weitere Förderung mehr.

„Planen kann ich nichts“

Vergangenen Donnerstag saß wieder eine aufgelöste Kollegin in Kristin Gehrt-Bischs Beratungszimmer: „Wie soll ich das alles schaffen?“ Besuche in Praktikumsbetrieben und Schulen, Bewerbungstrainings und Berufsvorbereitung, Einzelgespräche und Unterrichtsplanung, Dokumentation und Verwaltung. Drei Berufseinstiegskurse, 45 Jugendliche, in 25 Stunden Teilzeitjob.

Finanzierung ist das A und O

Die Bundesregierung verfolgt vor allem Ziele für die berufliche Weiterbildung; die Zuständigkeit für die allgemeine liegt bei den Ländern. Dem folgend enthält der im Frühjahr verabschiedete Koalitionsvertrag einige – teils nicht näher bestimmte – Begriffe und Potenziale, die aus unserer Sicht arbeitnehmerorientiert und im Sinne der Lernenden gestaltet werden könnten: Gemeinsam mit den Sozialpartnern und weiteren Akteuren sowie in Abstimmung mit den Ländern soll eine „Nationale Weiterbildungsstrategie“ entwickelt werden und Antworten auf den digitalen Wandel der Arbeitswelt geben.

Das Warten beenden!

Die Bundesregierung und die Landesregierungen bekommen es zum wiederholten Male vom nationalen Bildungsbericht, aber auch von der Europäischen Kommission ins Stammbuch geschrieben: