30-Punkte-Positionspapier des DGB NRW zur Hochschulpolitik

Der DGB NRW hat ein 30-Punkte-Positionspapier zur geplanten Novellierung des Hochschulrechts in NRW veröffentlicht. „Als demokratisches Organ muss der Senat zum Leitungsgremium der Hochschule werden. Dafür muss die von der Landesregierung beabsichtigte Reform des Hochschulfreiheitsgesetzes NRW sorgen“, erklärt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW. „Zudem fordern wir, die Senate viertelparitätisch zu besetzen.“ Wissenschaftliche Mitarbeiter, nichtwissenschaftliche Mitarbeiter, Professoren und Studierende müssten zu gleichen Teilen in den Senaten vertreten sein. „Gleichzeitig sollten die Hochschulräte in beratende Gremien umgewandelt werden, in denen Arbeitgeber und Gewerkschafter gleichberechtigt vertreten sind.“

Diese Forderungen sind Teil des Dreißig-Punkte-Papiers, das der DGB NRW erarbeitet hat. „Der DGB und die Gewerkschaften fordern eine demokratische, sozial gerechte und offene Hochschule, die vom Prinzip der Chancengleichheit geleitet ist“, so Meyer-Lauber.

„Dafür müssen auch die Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen deutliche verbessert werden. Die ausufernden Befristungen sollten ebenso eingedämmt werden wie die vielfältigen prekären Arbeitsformen an Hochschulen. Wir schlagen vor, eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zu initiieren und betriebsbedingte Kündigungen für alle Hochschulbeschäftigten im NRW-Hochschulrecht auszuschließen.“

Das Positionspapier des DGB NRW können Sie hier einsehen:

http://nrw.dgb.de/presse/++co++6da81e8e-141e-11e1-4b90-00188b4dc422/

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Redaktion