Aktion vor dem Reichstag: Bildung ist mehr Wert

Aktionswochen für Bildung weltweit „Bildung ist lebenswichtig! Jeder hat ein Recht auf Bildung! Keine Ausgrenzung! Deutschland hat das Geld!“ - So und ähnlich lauteten die Forderungen der Schülerinnen und Schülern der Berliner Sophie-Scholl-Schule an Bundestagsabgeordnete bei der Zentralen Aktion der Globalen Bildungskampagne am 7. Juni 2018 vor dem Reichstag. Unter dem Motto ‚Weltklasse! Bildung ist mehr wert‘  finden seit April bis zu den Sommerferien die Schulaktionswochen 2018 der Globalen Bildungskampagne für das Recht auf Bildung weltweit statt.

Jugendliche diskutieren mit Bundestagsabgeordneten In Sichtweite des Kanzleramts diskutierten die Abgeordneten Wiebke Esdar, (SPD),  Olaf in der Beek (FDP), Christoph Hoffmann (FDP) und Ottmar von Holtz (Grüne) an vier Tischen mit den Schülerinnen und Schülern darüber, was getan werden muss, damit alle Kinder weltweit zur Schule gehen können. Nach kurzer Zeit wechselten alle die Tische,  um die Diskussionen in neuen Konstellationen fortzusetzen. Die Ergebnisse wurden mit Markern auf den Tischdecken festgehalten. Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Spaß an den Gesprächen mit den Abgeordneten: „Das können wir gerne noch einmal machen“, war ihr Fazit, als die Aktion nach einer Stunde zu Ende war und die Abgeordneten zu einer Abstimmung in den Bundestags zurück mussten. Mit der Aktion wollte die Globale Bildungskampagne darauf aufmerksam machen, dass Bildung ein Menschenrecht ist, gute Bildung Geld kostet und es Aufgabe der Politik ist, ausreichend Mittel dafür bereit zu stellen.

Bildungskampagne fordert 100 Mio Euro für Globale Bildungspartnerschaft Die Globale Bildungskampagne erwartet deshalb von der Bundesregierung mehr Geld für Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit, wie deren Sprecher Jan-Thilo Klimisch bei der Aktion deutlich machte:  „Deutschland muss seinen Zuschuss zur Globalen Bildungspartnerschaft der Vereinten Nationen erheblich steigern“, so Klimisch. „Die jetzt vom Haushaltsausschuss beschlossene Anhebung auf jährlich 18 Mio. Euro ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch nicht ausreichend. Um der globalen Verantwortung Deutschlands gerecht zu werden, sollte die Bundesregierung die Globale Bildungspartnerschaft mit mindestens 100 Mio Euro unterstützen.“